Strukturelle Verankerung der Internationalen Jugendarbeit

 

Ziel des bundesweiten Projektes war es, von 2014 bis 2016 Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Internationale Jugendarbeit und grenzüberschreitende Mobilität mit Hilfe des Instruments der Jugendhilfeplanung strukturell zu verankern. Die Internationale Jugendarbeit sollte so integriert werden in die inhaltlichen und finanziellen Planungen und Entscheidungen zur Steuerung der örtlichen Kinder-und Jugendhilfe.

 

Im Rahmen des Projektes sollten Angebote der Internationalen Jugendarbeit insbesondere auch denjenigen Jugendlichen zugänglich gemacht werden, die bisher noch nicht davon profitieren konnten. Das Projekt griff damit die Ziele der jugendpolitischen Initiative JiVE. Jugendarbeit international – Vielfalt erleben auf. JiVE setzt sich für verbesserte Chancengerechtigkeit und Teilhabe aller jungen Menschen ein.

 

Das übergeordnete Ziel des Projektes war es, die Internationale Jugendarbeit als nicht-formales Bildungsangebot zu stärken

 

Qualifizierungsprozess

Die beteiligten Kommunen durchliefen einen zweijährigen Qualifizierungsprozess, in welchem sie sich gezielt der Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse von Internationaler Jugendarbeit widmeten. Im Rahmen einer Facharbeitsgruppe wurden individuelle, auf die Kommunen bezogene Modelle entwickelt, wie die Internationale Jugendarbeit Eingang in die Jugendhilfeplanung finden kann. Im Rahmen der Qualifizierungsreihe erworben die teilnehmenden Kommunen neues Wissen über Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse in der Jugendhilfeplanung sowie deren Anwendung in Bezug auf die Internationale Jugendarbeit. Die Qualifizierungsreihe flankierte die praktische Umsetzung des Gelernten vor Ort und bat die Möglichkeit, Erfahrungen im kollegialen Rahmen auszutauschen.

 

Begleitet wurden sie dabei von Experten des Instituts für Sozialplanung und Organisationsentwicklung IN/S/O in Essen in Zusammenarbeit mit IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

 

Übertragbare Modelle wurden entwickelt

 

Übergeordnetes Ziel des Projektes war es, individuelle, auf die Kommunen bezogene Modelle zu entwickeln, wie die Internationale Jugendarbeit durch die Jugendhilfeplanung unterstützt werden kann. 2016 sollten die in den Kommunen gemachten Erfahrungen ausgewertet und wiederum übertragbare Modelle für die Bestandserhebung und Bedarfsanalyse der Internationalen Jugendarbeit im Rahmen der Jugendhilfeplanung entwickelt werden. Die Erfahrungen aus INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN sollten anschließend in einer Abschlussveröffentlichung 2016 auch anderen interessierten Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Diese Abschluss-Publikation können Sie hier herunterladen oder bestellen.

 

Es beteiligten sich folgende Kommunen:

  • Bremen
  • Essen
  • Hamm
  • Steglitz-Zehlendorf (Berlin)
  • Kreis Steinfurt
  • Wiesbaden.

Das Projekt INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN lief vom 1. November 2014 bis 31. Dezember 2016 und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Innovationsfonds im Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert.

 

Kontakt:

 

Anneke Schlummer
IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit
der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Tel.: +49 (0)228 95 06 -105
schlummer@ijab.de
www.ijab.de/ijip